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Umrüsten der Orginalen Blinker auf LED (Elektrik)

verfasst von Wolfgang(R) E-Mail, Ahrweiler, 06.01.2018, 12:36

» Hallo Ipmitcreeper,
»
» dein Problem ist, dass mit dem Einbau der LED´s deine Blinkeranschlüsse
» potenzialfrei geworden sind. Wären da Glühbirnen drin, liegt an der
» Blinkerleitung/Anschluß ein Masse (negatives) Potenzial an, das kannst du
» auch mit dem Leitungsprüfer durchmessen. Eine LED ist eine Diode, sperrt
» den Stromfluß in eine Richtung ab, damit sind die Leitungen vom/zum
» Blinkerrelais potenzialfrei.

Stimmt, aber er hat ja die Widerstände parallel zur LED gelegt, damit passt es ja wieder, wenn die Widerstände richtig gewählt sind.

» Fällt eine Blinkerbirne aus, halbiert sich der Stronfluß und das
» Blinkeerrelais erkennt dieses und verdoppelt die Blinkfrequenz, fallen
» beide Blinker aus (beide Birnen defekt) geht die EINE Kontrolleuchte in
» Dauerleuchten über.

Beim ersten bin ich sicher, das zweite habe ich noch nicht ausprobiert, kann aber sein. In jedem Fall verliert man mit LED und parallel geschaltetem Widerstand die Kontrolle darüber, ob es außen auch blinkt. Bei richtiger Wahl der Widerstände wird die Kontrolllampe blinken und zwar unabhängig davon, ob die LED nun geht oder nicht, das ist schon blöd.

» Leider gibt es dafür keine technische Lösung außer den Blinkgeber gegen
» einen LED-tauglichen zu tauschen. Der Einbau eines Taktgebers ist nicht
» zulässig, da er die Funktionsweise der Kontrolleuchte im Störfall nicht
» wiedergibt.

Das wäre sicher eine schnell umsetzbare Lösung. Im Motorradbereich findet man solche Relais.

Für alle, die es vom Prinzip her interessiert:
Wie schon richtig geschrieben wurde, ist die Stromaufnahme einer kalten Glübirne deutlich höher als während sie dauerhaft leuchtet. Dieser Anlaufstrom hilft auch bei betagten Relais und etwas schwachen Masseverbindungen, dass die Kontrolllampe wenigstens ein paar mal mitblinkt.
Um das zu simulieren würde ich einfach die Widerstände etwas kleiner als berechnet auslegen. Dann sollte es wirklich funktionieren. Von der Potentiallage usw. unterscheidet sich ein Widerstand nicht von einer Glühbirne. Wenn es dann immer noch nicht funktioniert, könnte es daran liegen, dass die Widerstände nicht richtig eingebaut oder berechnet sind.

Wenn ich eine 2 W LED als Blinkleuchte habe, dann brauche ich, um den richtigen Strom zu simulieren, etwa 7,6 Ohm Lastwiderstand (Achtung, da werden dann 19W verbraten, die müssen entsprechend ausgelegt sein; da die nicht dauerhaft leuchten, ist die Frage der Kühlung nicht so wichtig). Um den Anlaufstrom zu berücksichtigen, würde ich mal 6,8 Ohm probieren.
Natürlich an jeder Blinkleuchte, d.h. vorne und hinten. Oder am Blinkrelais eben den entsprechenden Wert für beide Blinklampen, in diesem Beispiel 3,8 Ohm (und fast 40 W Wärmeleistung abführen).
Wenn die LED eine andere Leistungsaufnahme hat, muss man die Werte anpassen.
Die Widerstände werden parallel angeschlossen, sozusagen "im Kurzsschluss" vom Plus, das an die Blinkerbirne geht, an Masse. Idealerweise am Relais, denke ich.

Wer es sinnlos findet, so viele Watt zu verbraten, kauft dann eben doch ein LED-Blinkrelais. Wie schon geschrieben, vielleicht gibt es ja auch welche mit Überwachungsfunktion für die LEDs. Würde mal bei Siebenrock oder Wunderlich schauen, wo es so etwas für BMW Motorräder gibt. Vorsicht bei billigen Relais, da hab ich schon für die Enduro-Moppeds mehrfach Schrott gekauft, da ging auch da nicht die Kontrollleuchte (TÜV).

Gruß
Wolfgang


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