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Spenglerarbeit - Spachteldicke - in der Praxis (Karosserie (Blech, Glas, Innen- u. Au├čenausstattung))

verfasst von Eric65(R) E-Mail, Dingolfing, 10.09.2018, 10:22

Hallo Johannes,

das Thema "Beulendoktor" und die daraus resolutierenden Kosten sind sehr unterschiedlich. Meist sind das Spezialisten, die sich auf kleine Parkdellen und Hagelsch├Ąden spezialisiert haben, es gibt aber auch wahre Blechvirtuosen darunter.

Ich hatte bei Vera das Gl├╝ck, in der N├Ąhe des gro├čen BMW Automobilwerkes in Dingolfing zu sein, hier sind ehemalige Beulendr├╝cker der Finishlinie vom Werk zu finden. Ein Solcher hat auch Vera begutachtet und gerichtet.
Insgesamt waren die Kosten hief├╝r ca. 800 Euro, aber nur deshalb so hoch, weil sich der Beulendoktor einen Unfallschaden der linken hinteren Seitenwand angesehen hat und nachdem er zusagen konnte diesen ungeschehen zu machen auch gleich diesen beseitigt hat. Dann erst kam der Karosseriebauer zum Zuge und hat gro├čfl├Ąchig das faule Blech rausgetrennt.

Nach den Schwei├č- u. Richtarbeiten war der Beulendoktor nochmals an der fertigen Rohkarosse zu Werke und hat alle Bleche gerichtet, auch die neuen T├╝ren, neuen Kotfl├╝gel und vor allen Dingen die total wellige neue rechte hintere Seitenwand. Damit war der noch notwendige Spachtelauftrag am geringsten.

Hier mal ein Bild der rechten Seitenwand nach dem Spachtelauftrag und vor dem Schleifen, das meiste davon konnte wieder runtergeschliffen werden.

[image]


Zum Thema Verzinnen hat Udo schon alles gesagt, da gibt es nur noch eine Kleinigkeit zu erg├Ąnzen. Ab Werk war beim 02er sehr viel gezinnt, an Vera hat das Werk sogar Beulen im Dach und an der C-S├Ąule zugezinnt. Generell verzinnt ist die ber├╝chtigte Sto├čstelle am Kotfl├╝gel H├Âhe Blinker zur Frontmaske.

Das Werk war Aufgrund der Konstruktion der Bleche nie gezwungen ├╝berlappende Bleche an der Sto├čstelle zu verzinnen, da sich im Sichtbereich keine befinden. Ab Werk sind solche Stellen gel├Âtet und dann verzinnt, folglich gibt es ab Werk keine Vorgabe das zu tun und auch keine industrielle Methode.

Es gibt aber die Vorgabe des T├ťV, dass wenn Bleche in die tragende Karrosseriestruktur eingesetzt werden, (unfall- o. korrosionsbedingt) dies nur durch ├╝berlappende Punkt- o. Lochschwei├čung zu erfolgen hat, durchgehendes stumpfes Einschwei├čen ist hier nicht zul├Ąssig! Warum ist eine andere Frage, auf jeden Fall ist so eine durchgehende Schwei├čnaht nicht so belastbar wie Lochschwei├čung.

Geschieht dies im Sichtbereich, kann diese Lochschwei├čnaht mit einem speziellen Verfahren f├╝r die Reparaturl├Âsung, zugezinnt werden. Es kommt hier ein spezielles, s├Ąurefreies, bleihaltiges Flussmittel zum Einsatz, das keine verdeckte Korrossion in der Blechdoppelung ausl├Âst. Dies ist auch bei Vera zum Einsatz gekommen. Wer das nicht anwendet oder anwenden kann, sollte in der Tat die Finger davon lassen und die Lochschwei├čnaht lieber zuspachten, ... dass da sp├Ąter Risse im Lack auftreten ist nat├╝rlich klar!

Es gibt auf YouTube ein paar sch├Âne Videos, wie das geschieht, auch das Thema mit dem Hobeln wird sehr genau erkl├Ąrt und warum man das nicht schleifen darf, hat Udo schon gesagt.

Gru├č Eric


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