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Induktivgeber Zündkabel 1 (Elektrik)

Ulm @, Ulm, Monday, 26.11.2018, 07:39 (vor 556 Tagen) @ Knaudel
bearbeitet von Ulm, Monday, 26.11.2018, 07:45

Guten Morgen,

....also bevor hier noch mehr Halbwissen kursiert:

Wie auf dem Bild gezeigt gibt / gab es die beiden Buchsen. Die eine hat mit der anderen jedoch nichts zu tun mit der Ausnahme dass es sich in beiden Fällen um Diagnosebuchsen handelt. (Über die Belegung wurde ja schon geschrieben)

Auch hat die Induktionsspule um das Zündkabel nichts mit nachgerüsteten Einspritzanlagen, Zündungen oder irgendwelchen Induktivgebern zu tun.
Es handelt sich um die Zylinder 1 Kennung für den BMW Tester.
Meist war dazu auch noch am Hauptzündkabel eine Geberspule für das Zündsignal vorhanden, zu erkennen an der dicken Knolle am Zündkabelstecker an der Zündspule.

Ebenso nicht zu Verwechseln mit Kurbelwellenpositionsgebern für eine automatisierte Zündzeitpunkterkennung durch den BMW Tester an den 6 Zylinder Motoren.

Und auch nicht zu Verwechseln mit den Induktionsspulen am 1. Zündkabel bei den Motronic M1.1 und M1.3 der M20 und M30 Motoren im E30, E32 und E34.
Dieses diente zwar auch zur Zylinder 1 Erkennung, hier aber tatsächlich für die Einspritzanlage und nicht für den Tester.
Diese Einspritzanlagen benötigten für die sequentielle Einspritzung die Stellung des Motors, genauer gesagt zusätzlich zur Kurbelwellenposition die der Nockenwelle um zu wissen welcher Arbeitstakt an den jeweiligen Zylindern aktuell vorliegt.

Spätere Anlagen mit Einzelspulen pro Zylinder konnten dieses Signal natürlich nicht mehr abgreifen, hier waren dann Nockenwellenpositionsgeber verbaut.

Ebenso hat dies auch nichts mit Ein- oder Zweigeber Motronic zu tun, dieses bezieht sich lediglich auf den Kurbelwellenpositionsgeber, welcher bei der Eingeber Motronic funktionell mittels Inkrementenrad in den Drehzahlgeber mit integriert wurde um den zweiten Geber einzusparen. Das Inkrementenrad sitzt dann vorne an der Kurbelwelle und hat üblicherweise 60 - 2 Zähne ( 2 "Zahnlücken" ) Hierrüber kann Position und Drehzahl auf einmal erfasst werden. Über den Signalimpuls der Zähne erhält das Steuergerät die für die Zündzeitpunktberechnung erforderlichen Triggepulse. Über die Lücke die Information über die Kurbelwellenposition.

Bei den M10 Motoren gabs nie Kurbelwellenpositionsgeber. Allerdings war in der Getriebeglocke bei späten E21 und E30 ein ca. 20mm großes Loch welches wohl für das Einstecken eines Gebers gedacht war. Ich habe aber selbst am BMW Tester nie einen solchen Einsteckgeber persönlich gesehen.

Der S14 Motor hatte noch die ältere Motronic mit 2 Gebern (Drehzahl und Bezugsmarke) am Getriebe, wie sie die frühen M20 und M30 hatten.

Daher gibt es für moderne frei programmierbare Einspritzen auch keine Plug'n Play Lösung, sondern man muss sich eine Riemenscheibe für das Inkrementenrad und Nockenwellenpositionsgeber selbst bauen, oder man spritzt simultan und verwendet eine gemeinsame Zündspule samt Verteiler.

Grüße
Martin


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