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Teilequalität Führungs- u. Traggelenk 02/NK (Allgemeines)

verfasst von Eric65(R) E-Mail, Dingolfing, 03.12.2018, 15:25

Hallo André,

... die Querlenker scheinen hier wohl eher das Thema zu sein, als wie die Traggelenke...?!
Sei wie es sei, irgendwie hängt ja alles zusammen. Ich habe 5 Sätze Querlenker zerlegt, 4 Verstärkte und 1 Alten von 71´, davon waren alle am äußeren Gummiauge an der Blechbuchse von innen durchgerostet, ein Satz sogar am inneren Lenkerauge, den habe ich entsorgt.

Da der aktuelle Preis eine Aufarbeitung rechtfertigt, (bei Vera hab ich noch neue komplette Querlenker mit Gummibuchsen für 80 Öre/Stck. verbaut) musste eine Reparaturlösung her.

Ich wage die Behauptung aufzustellen, dass Alle noch originalen Querlenker die in den Fahrzeugen verbaut sind, am äußeren Lenkerauge von innen unsichtbar durchgerostet sind. Das liegt am Produktionsverfahren, die Teile sind KTL-Tauchbadlackiert ab Werk, leider hat man für die sich bildenden Hohlräume um die Stahlbuchsen keine Luftbohrungen gesetzt und darauf vertraut, dass sich die KTL irgendwie ihren Weg ins Innere sucht. Pustekuchen, weder kann die Luft dort raus, noch die KTL rein, also keine Beschichtung in den Hohlräumen. Was aber bestimmt an diesen Stellen eindringt ist Feuchtigkeit (Kapillarwirkung) und somit bahnt sich der Rost seinen Weg von Innen heraus.

Nach dem Auspressen der Gummibuchsen war noch nicht viel zu sehen, nach dem ersten Sandstrahlen konnte man schon die ersten Durchrostungen der Dünnblechbuchsen erkennen. Nach dem entfernen der Buchsen war das ganze Ausmass des Übels erst zu sehen. Die Blechbuchse ist mit je einem Schweißpunkt an der oberen und Unteren Blechschale fixiert, die Ränder rund eingerollt, sind also einfach zu entfernen da sie schon papierdünn zusammengerostet sind.

Dann habe ich die Augen nochmal heraus strahlen lassen, nun sind sie rostfrei, haben aber Untermass. Um die Lenker auch innerlich vor Korrosion zu schützen sind sie galvanisch verzinkt worden. Säureeinschlüsse bilden natürlich ein Risiko, aber das äußere Lenkerauge ist nun völlig offen und am Inneren sind zwei kleine 3mm Luftbohrungen so gesetzt, dass egal in welcher Lage das ins Bad gehängt wird, die Luft kann raus, die Säure rein und wieder raus, auch kann das Zinkbad begrenzt eindringen. (wenn das Bad mit Umwälzung arbeitet.)

Die verzinkten Lenker sind dann ins KTL-Tauchbad gewandert,die Hohlräume haben jetzt auch eine KTL abbekommen (dank der gesetzten Luftbohrungen), das ist der aktuelle Stand und jetzt werden Alubuchsen mit thermisch aushärtendem Epoxydkleber eingeklebt um die Lenkeraugen auf das notwendige Innenmass zu bringen. Aushärten erfolgt im Backofen, dann werden die Alubuchsen so bearbeitet, dass sie den Bund der Blechbuchse nachbilden. Jetzt den Lenker rundum abdichten (hab ich auch bei den Neuteilen gemacht) mit 2-K seidenmatt schwarz lackiert und fertig.

Verbauen werde ich die geteilten PU-Buchsen, keine Gummilager mehr. Die Stahlbuchse der PU-Lager auf jeden Fall in VA anfertigen, wenn nicht schon ab Hersteller so, sonst kann man sich den ganzen Zirkus sparen.

Puh,... viel Text, aber so denke ich wird das was. Als Probeexemplar habe ich die 71er Lenker auserkoren, falls da was schief geht,... aber bis jetzt sieht es gut aus.

Wenn die Lenker fertig sind, stell ich Fotos von den Baustufen ein, wird sicher viele geben, die mit dem Problem zu kämpfen haben.

Gruß Eric


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