Autor Thema: Veras Schmuckkästchen  (Gelesen 19444 mal)

Offline Eric65

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Veras Schmuckkästchen
« Antwort #60 am: 09 Juni, 2018, 18:55 »
Hallo zusammen,

weiter geht´s mit dem Innenraum. Die Mittelkonsole "Klimaanlage" ist nun fertig. Von meinem Sattlermeister sind die beiden Seitenteile der Konsole und Teile des Mittelstücks sowie der Schaltbalg zurück.
Alles in feinstem Walknappaleder bezogen, die Seitenteile in einer Kombination aus Glattleder und gelochtem "Klimaleder". (Das heißt im Werksjargon tatsächlich so, weil es durch die Lochung atmungsaktiv ist.) Zusätzlich ist ein feiner Chromkeder angebracht.
Nun passt alles zusammen, Sitze, Rücksitze, Mittelkonsole, Lederlenkrad, Schaltknauf und Schaltbalg sind aus edlem Leder.

Hier mal die ersten Bildchen, ... Fahrerseite:



... die Beifahrerseite:



... und mal die Front:



... hier mal das Mittelteil mit den beleuchteten Fensterheberschaltern, USB-Port fürs Radio mit einem 9 Gigabyte Datenstick, der LED für die ZV/DWA und der 9-poligen Schnittstelle für die DME, da kommt noch ein schwarzer Stöpsel gegen das Verstauben drauf.



.... mal ein Bildchen von den Fußmatten:



... hier mal die Gepäcknetze an den Rückenlehnen, sind vom MB 200 SLK und passen perfekt auf die Lehnen und im gesamten Styling auch zu den Netzkopfstützen.



Was auf den Bildern etwas verfälscht durch das Blitzlicht dargestellt wird, ist der Unterschied vom Glanzgrad des Echtleders zu den Kunstlederteilen des Armaturenträgers. Der ist bei normalem Tageslicht nicht auffällig. Die Fronten der Konsole sind mit mattem Strukturlack einheitlich lackiert, auch das Teil um den Schaltbalg, das ist aus ABS-Kunststoff gefertig.

Ebenfalls nehmen die vielen Chromteile auf den Fotos immer die Farbe des Umfeldes an, Schwarz .... spiegeln in echt natürlich viel funkelnder.

So nun sind die Arbeiten im Innenraum weitestgehend abgeschlossen und ich kann mich nun uneingeschränkt der Technik widmen. Aktuell ist die Abgasanlage dran, da muss eine Menge abgeändert und umgebaut werden...

Gruß Eric

Offline Eric65

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Veras Schmuckkästchen
« Antwort #61 am: 10 Juni, 2018, 11:13 »
Hallo zusammen,

weiter geht´s an der Schaltung und Anbindung des Kardan. Hier mal ein Bild von meiner Lösung, die Getriebetraverse ist geschraubt. Karosserie innenseitig sind Muttern eingeschweißt, alles eine Schraublösung in Langlöchern und geringfügig einstellbar.



Die Schaltung selbst besteht aus E21, E23 und E24 Teilen, die natürlich alle umgearbeitet sind. Am Schaltgestänge ist der "Breite" Schaltkuppler verbaut, damit ist das Ganze etwas spielfreier und auch langlebiger. Die Schaltung arbeitet mit ca. 20% Schaltwegverkürzung. Damit habe ich bei 260/280er Getrieben gute Erfahrungen gemacht, die stecken das einfach weg ohne zu kratzen. Wie sich das Gebrauchte, wenn auch revidierte E21 245er verhält > ... ich bin mal gespannt.



Dadurch, dass die Schaltung einen karrosserieseitigen Lagerpunkt hat, dürfte die Schaltung wesentlich ruhiger sein und nicht mehr jeder Motorbewegung folgen.
Der Kardan ist auch schon verbaut. Es ist der originale 235er Kardan in Neu. Problem hier ist, das 245er Getriebe muss auf den 4er-Flansch umgerüstet werden, dieser ist sehr, sehr schwer auf zu treiben. Mein Teil hier kam wie so vieles aus den USA...(noch vor Trumps Zeiten!)
Weiteres Problem, das 245er Getriebe ist 12mm länger als das 235er! Also Achsgetriebe 6mm in den Langlöchern nach hinten gerückt und den Motortragewinkel mit Langlöchern ausgefeilt und 6mm nach vorne geschoben. Nun passt er perfekt, läuft absolut rund und verspannungsfrei.

Hier mal ein Bildchen vom Mittellager mit dem darüber montiertem Hitzeschild:



Aktuell bin ich gerade an der Abgasanlage dran. Das Hosenrohr ist bereits umgearbeitet, die Gewindehülse für die Abgassonde gesetzt und die ganze Abgasanlage wird im Bereich des Getriebes 3 cm tiefer gesetzt. Hier muss etwas Platz für den Katalysator geschaffen werden und zusätzliche Hitzeschilde Platz finden. Dazu aber beim nächsten mal mehr...

Gruß Eric

Offline Karl-Heinz

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Veras Schmuckkästchen
« Antwort #62 am: 11 Juni, 2018, 14:39 »
» Motortragewinkel mit Langlöchern ausgefeilt und 6mm nach vorne geschoben.
» Nun passt er perfekt, läuft absolut rund und verspannungsfrei.
»
Servus Eric,
das wird dann nicht zu knapp, mit dem Kühler> Hatten ja schon einige das Problem, daß der Lüfterflügel am Kühler streift: die Hinterachse kann sich unter Last ein wenig in den Tonnenlagern bewegen und über die Kardanwelle den Motor nach vorn schieben. Deshalb der Anschlag am rechten Motorlager.
Mech. Lüfter hat Vera vermutlich nicht mehr, aber der Riementrieb für die Klima>
Grüße, Karl-Heinz

Offline sundw2002

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Veras Schmuckkästchen
« Antwort #63 am: 11 Juni, 2018, 17:08 »
Hallo Wolfgang,
wenn er die "originale" tii- Lösung wählt, nicht: dabei läuft der Antrieb des Kompressors zwischen Zahnriemen und Keilriemen der LiMa (ich habe 10 Jahre nach so einer Nabe gesucht, jetzt habe ich zwei...)
https://forum.bmw-02-club.de/mix_entry.php?id=103450&page=2&order=name&category=9
Interessant ist auch die Stabi- Lösung und die des anderen Kühlers, der wegen des Kompressors erforderlich wird. Ich bin fast sicher, dass Eric uns aber an der Lösung teilhaben lassen wird.
Gruß
Wolf
« Letzte Änderung: 11 Juni, 2018, 17:13 von 465 »
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Offline sundw2002

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Klima Riemenscheibe tii
« Antwort #64 am: 11 Juni, 2018, 18:31 »
Richtigstellung:
vom Motor aus gesehen findet man zuvorderst den Klimakeilriemen, dann den Zahnriemenantrieb (geht bei Eric ja ohne den Zahnriemen) in der Mitte und vorn den für WaPu und LiMa.
Gruß
Wolf
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Offline Eric65

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Klima Riemenscheibe tii
« Antwort #65 am: 11 Juni, 2018, 19:23 »
Hallo Karl-Heinz,
Hallo Wolf,

dass es nicht der Weisheit letzter Schluß ist, die Position des Motors zu verändern, ist mir klar, es blieben mir aber nicht viele Alternativen.  Auch dass es mit dem Kühlerlüfter eng wird, wobei es hier nur 6 mm sind.

Da ich aber sowieso ein Upgrade am Kühler benötige, verbaut wird ein Alu-Kühler, der hat ein 40 mm Netz, (Serie Kupfer 30 mm Netz), benötige ich sowieso eine besondere Lösung für den Lüfterflügel. Entfallen lassen möchte ich ihn nicht, .... aber ein starrer, 3 - 5 PS fressender Flügel kommt garnicht rein. Entweder etwas ultraflaches, Elektrisches oder ich probier mal eine Viscokupplung aus, muss nicht unbedingt ein BMW-System sein, gibt auch wo anders (MB) schöne Sachen....

An der Lagerung des Kompressors bin ich aktuell dran, die ersten abgeänderten und nachzufertigenden Teile sind schon fertig für einen Probeeinbau.
Soviel vorweg, der Riemen für den Kompressor läuft bei Vera unmittelbar hinter dem Riemen für Wapu/Lima. Eigentlich an einer Stelle, die beim tii unmöglich ist, da wäre der Kufitrieb drin.
Der Stabi ist der vom Turbo, der läuft anders und ist gekröpft, damit gehe ich vielen Problemen aus den weg...

Aber da gibt es dann schöne Bildchen von ....



Gruß Eric

Offline Karl-Heinz

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Klima Riemenscheibe tii
« Antwort #66 am: 11 Juni, 2018, 22:11 »
Ja, der starre Lüfterflügel...das mit den 3-5 PS mag auf dem Motorenprüfstand zutreffen, eingebaut im Wagen kann das wieder anders aussehen. Ohne die Durchströmung des Kühler und die Förderleistung des Lüfterflügels genau zu kennen: Wenn beides identisch ist, frißt der Lüfter gar keine Leistung. Verständlicherweise wird das am ehesten im größten Gang zutreffen, aber in den kleineren Gängen ist man eh nicht unbedingt auf das letzte PS angewiesen.

Für meinen Wagen hätte ich schon mal den Ansatz gehabt, den Durchsatz des Lüfters zu reduzieren. Nicht durch entfernen einzelner Flügel, sondern durch reduzieren des Durchmessers. Oder die Flügel nach außen spitz auslaufen lassen, die äußeren Enden legen dafür ja mehr Weg zurück. So wäre ein zwar kleinerer, aber dauerhafter Luftstrom durch den Motorraum gegeben. Darum gings mir eigentlich: durch den E-Lüfter bekommt der Motor inkl. LiMa, Batterie, Vergaser usw. eine schubweise "Heißluftdusche", ohne kühleren Nachschub.

Bei Vera schauts aber mit AHK und Klima sowieso wieder anders aus...
Grüße, Karl-Heinz

Offline Eric65

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Veras Schmuckkästchen
« Antwort #67 am: 08 Juli, 2018, 18:21 »
Hallo zusammen,

weiter geht´s hier mit den Gelenkwellen und den Distanzringen zur Montage an den E21 Achswellenstummeln des E21 Achsgetriebes.
Natürlich mit vielen schönen Bildchen. Da ich in den vorherigen Threads die Bilder über Pic-Upload nicht unter meinem Account abgespeichert hatte, sind einige nun verschwunden, sollte aber jetzt nicht mehr vorkommen...

Also hier mal die Gelenkwellen...



... und hier nun die Distanzringe frisch aus der Galvanik:



Die Ringe sind galvanisch gelb verzinkt, die für die E21 Gelenke von BMW gelieferten Verstärkungsbleche waren dacrometbeschichtet, also silbern lackiert, ging ja garnicht, also ebenfalls ab in die Galvanik.

Hier nochmal ein Bildchen der umgearbeiteten Abtriebswellen mit M8 und M10 Verschraubung. Bemerkenswert ist hier, dass der Lochkreis NICHT identisch ist!



So und nun sind sie drin, linke Seite zuerst, Vorhang auf:



... rechte Seite:



Hier mal eine Großaufnahme:



Das hat jetzt alles ordentlich Zeit in Anspruch genommen, da Vieles, wie es geliefert wurde nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprach. Bei der Verschraubung der Gelenke an den Hinterachswellen habe ich auf Altteile zurückgegriffen und diese einfach aufgearbeitet, d. h. neue Galvanik auf Bleche und Schrauben, die sind nämlich was ganz Besonderes. M8 Inbus in 10.9 hochfest in gelb verzinkt gibt es nicht mehr .... BMW liefert zwar noch, aber nicht gelb verzinkt. Das gleiche Trauerspiel bei der Verschraubung der inneren Gelenke am Achstrieb. Aufgrund der hier verbauten Distanzen mussten längere Verschraubungen her, M10 Inbus, ebenfalls in 10.9 hochfest ... nur gelb verzinkt heute nicht mehr zu bekommen. Nach 2monatiger Suche im Netz habe ich sie gefunden!... bei einer Betriebsauflösung eines Schraubenhandels wurden Altbestände verhöckert, auch meine gesuchten "Spezialschrauben", ein Altbestand aus den 90er Jahren, sehr günstig mit Kilopreis.

So, damit ist die Hinterachse weitestgehend fertig, alles wirkt wie aus einem Guß, bis auf den Umbau am Achsgetriebedeckel, da muss ich nochmal ran, da werden noch zusätzliche Kühllamellen angeschweißt um das Getriebe auch wirklich "streßfest" zu bekommen.

Gruß Eric

Offline Eric65

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damit es Vera nicht mal zu heiß wird ...
« Antwort #68 am: 08 Juli, 2018, 19:37 »
Hallo zusammen,

wie der Titel schon verrät, hier geht es diesmal heiß her!
Da Vera eine Edelstahlauspuffanlage mit vorgeschaltetem Katalysator bekommt, muss der Fahrzeugboden und der Tank mit Hitzeschilden versehen werden. Die polierten Edelstahltöpfe sowie der mit 700 Grad C arbeitende Kat strahlen wesentlich mehr Wärme ab, als die Serientöpfe.

Im Fahrzeugheck sind schon die Hitzeschilde für Tank und Reserveradmulde eingezogen, ebenso der Endschalldämpfer.
Hier mal der Schild an der Reserveradmulde...





... und hier mal der Hitzeschild für Tank und Kofferboden:




Das Schutzblech ist aus 1,5mm Dural, 90 Grad gekantet und am Kofferboden verschraubt. Schön mit Gummipuffer zu Tank und Dämpfer, damit nichts klappert, an der Unterkante auf Kontur Tankboden gekürzt, sowie an der Front mit einer weiteren Kantung versteift.



Der Endschalldämpfer ist auch schon fix montiert, das geht beim 02 mal wirklich einfach.
Hier ein Bild von der Freigängigkeit des Endrohres.



Der Vorschalldämpfer ist schon mit dem Kat verschweißt und einbaufertig. Darüber muss dann ebenfalls ein Hitzeschild. Dafür habe ich ein passendes Blech vom E30 gefunden, das umgearbeitet werden muss. Das ist gerade beim Sandstrahlen. Davon habe ich jetzt noch keine Bilder, die kommen etwas später. Hier habe ich aber noch ein schönes Bild vom hinteren Lagerpunkt der Schaltung, die in ihrer Bauweise dem E21 entspricht.



... und hier mal schöne Bildchen von meiner Lösung für die Kupplungshydraulik, wie sie das 245er benötigt:




... da sind auch erst die benötigten, selbst gefertigten Teile aus der Galvanik gekommen. Hier der Halter an der Getriebeglocke:



Der Nehmerzylinder ist galvanisch verzinkt, die Leitung Kunifer, der Schlauch ist ein Stahlflexschlauch vom E30, Vorderradbremse, der passt von der Länge perfekt. Der Geberzylinder ist einer mit Abgang nach vorne, ... wo der raus ist, keine Ahnung, passt aber gut und lag in meinem Teilelager als NOS rum.

Das Hosenrohr ist auch schon umgearbeitet, mit dem M18 Einschweißring für die Abgassonde versehen und montiert.



Der Abgaskrümmer vom 2L ist optimiert, die Ports dem Kopf angeglichen und der Sandguß inwändig geglättet. Um ihn gegen weitere Korrosion zu schützen ist er "technisch vernickelt", was nach meiner Erfahrung hervorragend hält und aufgrund der besseren Wärmeabstrahlung auch vor Hitzerissen bewahrt.



So das war´s fürs Erste,... wenn der Kat/Vorschalldämpfer rein kommt, gibt es weitere Bilder. Dann ist auch schon die Hydraulik befüllt, Bremse mit Kupplung und Vera kann dann auf allen vier Rädern stehen.

Gruß Eric

Offline Eric65

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Vera und ihr Kater
« Antwort #69 am: 14 Juli, 2018, 20:15 »
Hallo zusammen,

weiter geht´s an Vera.

 Heute, hat sie ihren "Kater Lüsator" bekommen, nee ... nicht das Schädelweh nach der Hochzeit am nächsten Morgen, auch nicht das Miau, ... natürlich den noch fehlenden Teil der Abgasanlage, ihren Katalysator.

Um den Kat einzubauen, musste zuerst ein Hitzeschild zwingend montiert werden. Der ist am Bodenblech im Kardantunnel angeschraubt. Dazu wurden sog. Einnietbolzen gesetzt, das Blech mit Grobgewinde Blechmutter angeschraubt.

Hier mal ein Bildchen von den gesetzten Bolzen...



... und hier mal das Wunderwerk von Werkzeug:



Das Werkzeug arbeitet mit Druckluft. Ins Blech wird ein 6,8 mm Loch gebohrt, der Nietbolzen in das Werkzeug eingefügt, der Nietbolzen durch das Loch geführt, der Abzug für einnieten gedrückt, der Bolzen nietet sich ein, Abzug für ausfädeln ziehen, das Werkzeug fährt vom eingenieteten Bolzen herunter. Ein Wunderwerk der Technik ....!> Das werde ich jetzt für alle am Fahrzeugboden noch zu befestigenden Teile verwenden, wie Radhaus- u. Unterbodenverkleidung etc. pp. ...

So und hier ist er, der Metall Katalysator, 25 cm lang, 91 mm im Durchmesser, 200 Zellen und gut bis 180PS, zugelassen als Nachrüst- oder Ersatzkatalysator.



... er ist direkt mit dem Vorschaldämpfer verschweißt.



Jetzt ist er drin:





... und hier die Abgasführung bis zum Endtopf:




Damit ist die Abgasanlage soweit fertig. Nun werden sich viele fragen, braucht´s das> , ... muß das sein> , was soll ein Kat in einem Oldtimer>

Dazu folgendes zur Erklärung. Ich fahre reihum alle meine Oldtimer regulär im Alltagsbetrieb, natürlich nicht zum "Zigaretten holen" um die Ecke, auch bei den üblichen Einkaufsfahrten wird das Fzg natürlich abseits gestellt um Parkrempler zu vermeiden. Aber sie werden regemäßig und für sportliche Automobile standesgemäß bewegt, auf Autobahnen natürlich auch wenn möglich mit Höchstgeschwindigkeit. Deshalb haben alle meine Fahrzeuge einen geregelten Kat verbaut. Richtig dimensioniert ist er weder leistungsmindernd noch sonst irgendwie negativ auffällig, er veringert sogar den Geräuschpegel.

Der Betrieb eines Oldtimers über seine ursprüngliche konstruktive Nutzungsdauer hinaus stellt eigentlich einen Gewinn für die Ökobilanz dar, denn die meiste Energie verbraucht ein Fahrzeug nicht bei der Nutzung, sondern in der Produktion/Herstellung. Wenn nun auch noch ein weiterer schadstoffarmer Betrieb bei verringertem Kraftstoffverbrauch möglich ist, stellt das für die Umwelt einen weiteren Vorteil dar.

BMW, Freude am Fahren, leistungsstark und schadstoffarm! (... nicht leistungsschwach und schadstoffstark!)

Gruß Eric

Offline Eric65

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Vera ... und ihre neuen Freunde
« Antwort #70 am: 22 Juli, 2018, 19:14 »
Hallo zusammen,

dieses Wochenende war sehr streßig, mir wurde eine Räumlichkeit meines "Außenlagers" gekündigt, folglich war Räumdienst angesagt. Etliche Fuhren mit dem Touring mit Hängerchen dran ... alles drauf, Auspuffanlagen, Motoren, (ja, auch ein paar M10 dabei), viel Kleinkram, auch Teile von denen ich nichts mehr wusste und natürlich eine Unmenge an Schrott.

Um das alles wieder einzulagern, wurde es sortiert und im Teilelager Platz geschaffen. Dabei mussten auch einige Fahrzeuge anders gestellt werden und da kam Vera´s großer Tag!... auf eigenen Rädern und mit eigener Kraft (Anlasser 1,5 KW) durfte sie ins Freie rollen:



... die Sonne lacht, Vera auch...



... etwas kuschelig, dafür aber herrlich nach Leder duftend!



... und würde auch gleich zu einer Spritztour einladen:



... leider schlägt ihr Herz noch nicht, ... noch nicht!



... also wieder ab zurück in die Halle an ihren neuen Standplatz, natürlich aus eigener Kraft. Dort hat sie schnell neue Freunde gefunden!




Gruß Eric

Offline siegal

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Vera ... und ihre neuen Freunde
« Antwort #71 am: 23 Juli, 2018, 21:06 »
Also ich möchte hier mal sagen, dass ich dieses Projekt absolut super gut finde. Der Ideenreichtum,die Umsetzung, die Geduld, die Hingabe, die Perfektion, absolut top. Und auch das berichten und teilhaben lassen, absolut erste Sahne.
Hur ab vor dieser Leistung und meinen ganz großen Respekt!!!

Offline siegal

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Vera ... und ihre neuen Freunde
« Antwort #72 am: 25 Juli, 2018, 06:57 »
» Hur ab vor dieser Leistung und meinen ganz großen Respekt!!!

Hut wollte ich natürlich sagen! Nur damit keine Mißverständnisse aufkmmen

Offline Eric65

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Vera ... und ihre neuen Freunde
« Antwort #73 am: 25 Juli, 2018, 19:12 »
Hallo siegal,


... ist natürlich richtig angekommen.

Danke für die Blumen, gebe ich natürlich sofort an Vera weiter!




Gruß Eric
« Letzte Änderung: 25 Juli, 2018, 19:16 von 1899 »

Offline Eric65

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Vera goes digital 1.0
« Antwort #74 am: 28 Juli, 2018, 18:34 »
Hallo zusammen,

wie man dem Betreff entnehmen kann, heute wurde zum ersten Mal die Trijekt DME von Vera aktiviert. Alle Sensoren, Fühler und Einspritzventile sind online ..., Screenshot:



Das Besondere an diesem System ist der selbst gebaute Verteiler ...



Hmmmm, was ist an einem Zündverteiler denn so Besonderes> Funken tut er auch, er sieht fast genauso aus... und oben ist ein Deckel drauf damit's nicht reinregnet ...

So gesehen alles voll normal.

Die Spezialität liegt darin, daß kein mechanischer Unterbrecher mehr drin ist, sondern ein elektronischer Hallgeber. OK, gääääähn.... das haben viele, gibt's fertig zum kaufen. Nachrüstungen für Unterbrecher gibt's haufenweise in den Katalogen.

OK, Triggerräder findet man auch bei moderneren Motoren wie einem M40 oder M50. 1992 war das der gängige Standard bei den Schwingungstilgern. Dort sind sie als 36 minus 1 Räder bekannt, sind knapp 35cm groß und wiegen gerne mal so 2 Kilogramm.

Aha. Gut, und weiter> Meins ist 34 Millimeter groß, wiegt 15 Gramm und ist im Verteiler!

Kein Witz jetzt, der 02 Motor wird über den Verteiler gesteuert. Da die Nockenwelle immer und jederzeit den wahren Status über die Positionen im Motor gibt, ist ein daran angeschlossener Verteiler recht intelligent. Es läßt sich perfekt der Winkel der laufenden Kurbelwelle errechnen und ebenso der Arbeitstakt jedes einzelnen Zylinders. Es läßt sich auf's Grad genau errechnen, daß z.B. Zylinder 1 gerade 30 Winkelgrade abwärts sich bewegt, ansaugt und die Einspritzdüse jetzt starten sollte die Benzinmenge für diesen Takt reinzujagen. Das läßt sich mit einem solchen Triggerad errechnen, ist bloß etwas Software.

Das gewählte Rad hat 12 Nasen und 12 Lücken. Damit lassen sich 360 Grad dividiert durch (12+12 Elemente) = 15 Grad auflösen. Durch die Untersetzung des Nockentriebs mit 1:2 werden daraus 30 Grad Kurbelwellenwinkel. Also von einer Flanke von so einer Nase oder Lücke läßt sich der Kurbeltrieb auf 30 Grad genau rechnen.

Und die Werte dazwischen> 30 Grad sind ja etwas arg viel...
 
Das macht das Steuergerät. Mit einem Timer bzw. Zähler. Der Timer wird immer synchron mit den Flanken der Triggerung gehalten. Beschleunigt der Motor, werden auch die Timerwerte synchron mitgezählt und fortwährend korrigiert. So eine CPU kann das 1000 fach schneller als so ein Motor seine Drehzahl ändern könnte.

Die verwendete Trijekt kann mit ihrer Zeitbasis jede dieser "Nasen" am Triggerrad nochmals um den Faktor 1024 genauer auflösen, einfach nur durch schnelles Zählen. Und dann werden aus 30 Grad Kurbelwelle wunderbare 0,03 Grad Auflösung. Sie weiß ganz genau, wann der OT ist, eben ganz genau auf 0,03 Grad genau...

Woher weiß sie den Nullpunkt für die Zählung zur Synchronisation>

Das kommt von dem "... minus 1". Es fehlt von den 12en ein einzelner Zahn, der ist echt richtig weg. Am Schwungrad sieht man dann so eine Lücke, bei mir im Verteiler eben so ein Zahn. Genau dann, wenn das Steuergerät einen Zahn finden sollte und der Zahn fehlt, kommt eine Lücke und das Steuergerät wartet auf den nächsten Zahn, bzw. die Schaltflanke dazu. Und diese Signalflanke sagt ihm: Aufpassen, denn ab da wird neu gezählt, die Zähler bekommen einen Reset und es weiß die genau Position der Kurbelwelle und Nockenwelle. Sagt man dem Steuergerät, daß diese Marke genau bei 90 Grad vor dem OT des Zylinders 1 liegt, dann ist es glücklich ... und ich auch. Denn da habe ich Lücke programmiert und auch körperlich im Verteiler angelegt. Die Flanke für den Zählerreset liegt 90 Grad vor OT...

... Ende Teil 1