Autor Thema: Induktivgeber Zündkabel 1  (Gelesen 13653 mal)

Offline Michael02

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Induktivgeber Zündkabel 1
« am: 24 November, 2018, 19:45 »
Hallo zusammen,

kann mir jemand eine Auskunft geben, ob es egal ist, in welche Richtung der Induktivgeber verbaut ist (siehe Bild anbei) >

Grüsse,
Michael


Offline Eric65

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #1 am: 24 November, 2018, 19:56 »
Hallo Michael,

NEIN, das ist nicht egal! Da müsste ein weißer Pfeil drauf sein, der zeigt zur Zündkerze. Oder es muss eine anderweitige Sicherung vorhanden sein, damit nicht falsch verbaut werden kann. Das ist genau so wie bei den Zündlichtpistolen (Stroboskop), da darf (soll) die Triggerzange auch nur in einer bestimmten Durchflussrichtung am Zündkabel Zyl.1 angesetzt werden.

Bei Falschmontage dürfte nix kaputt gehen, nur funzen tut das dann auch nur begrenzt oder gar nicht.

Gruß Eric

Online janbunke

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #2 am: 25 November, 2018, 12:20 »
Hallo zusammen,

jetzt wäre es für die mitlesende Fraktion interessant, wozu dieser Induktivgeber eigentlich gut sein soll. An meinem Fahrzeug gibt es sowas jedenfalls nicht.
Ist das irgendwas nachgerüstetes>
Klärt uns bitte auf.

Gruß, Jan

Offline vl1602

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #3 am: 25 November, 2018, 12:26 »
Hallo Jan.
 Das wurde benötigt um den BMW Tester  ,der in den 70er Jahren eingeführt wurde anzuschließen.  Da gab es dann eine kleine Steckdose mit  Orangefarbenen Deckel.
Damit konnte mann die Drehzahl abgreifen und  die Zündzeitpunkt überprüfen.


 Gruß Volker

Offline Eric65

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #4 am: 25 November, 2018, 13:30 »
Hallo Volker,

... ist nicht ganz korrekt. Die frühe Lösung war ein Induktivgeber am Schwingungstilger. Beim M30 u. M20 vorne am Riementrieb. Da war auch der Sensor verbaut mit seiner Leitung nach oben zum Thermostatgehäuse. Da war dann eine Steckkupplung verbaut für den BMW-Tester mit dem roten/orangenen Käppchen drauf. Damit wurde auf die Umdrehung genau die Motor-Drehzahl gemessen.

Der M10 hatte das nie, auch die letzten K-, L- u. KAT LE-Jetronik nicht. Hier wurde der Drehzahlimpuls für den Service-Tester von der Zündspule direkt abgenommen, sowohl bei den Vergasermodellen, wie auch bei den Einspritzern, egal ob mit Spulenzündung (bis 78) oder TSZ-i.

Was da oben verbaut ist, ist ein Induktivgeber für das Zündkabel Zyl.1 und soll erkennen, wann Zyl. 1 zündet. Da diese alten Motore keinen Nockenwellendrehzahlgeber haben, genügt für (digitale) Nachrüstzündsysteme der Drehzahlgeber an der Kurbelwelle oft nicht. Die ersten digitalen Bosch Motronicen benötigten auch zwei Induktivgeber, den Drehzahlgeber und den Bezugsmarkengeber. Letzterer wurde dann in die Zündleitung als Ring-Geber integriert. Neuere Motorenkonstruktionen wie der M40 (der den M10 ablöste) haben diesen Geber direkt im Zylinderkopf an der/den Nockenwelle(n).

Es dürfte sich hier also um einen Geber für eine nachgerüstete digitale Zündanlage/Einspritzsystem handeln oder einfach um ein fest verbautes Diagnosetool zur korrekten Zündeinstellung.

Gruß Eric

Offline Uli Horb a.N.

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #5 am: 25 November, 2018, 16:00 »
Hallo Eric,
das stimmt so nicht. Volker hat das schon richtig erklärt.
Grüße
Uli
Grüße
Uli

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Offline Knaudel

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #6 am: 25 November, 2018, 17:26 »
Hallo,

ich hätte dazu mal eine Frage:
Bisher habe ich 2 dieser Diagnosebuchsen:
- die eine am Zylinderkopf, mit Abgriff am Zündkabel
- die andere Buchse in der Nähe des Sicherungskastens

Gibt es Autos in denen beide Buchsen sind>
Wie sind die Buchsen belegt>
Wie sieht das Diagnosegerät aus

Gruß Knaudel
« Letzte Änderung: 25 November, 2018, 17:27 von 49 »

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Offline André

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #7 am: 25 November, 2018, 17:48 »
Hallo Knaudel,

an zwei Buchsen im Wagen glaube ich mal eher nicht.
Zuerst kam recht sicher die am linken Radhaus, später dann die auf dem Ventildeckel in diesem Blechhalter.

Angeschlossen ist sicher Klemme 1, 15, 31, Dauerplus und der Induktivgeber.

Den Tester findest Du zügig auch hier im Forum.
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Beste Grüße André
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Offline Eric65

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #8 am: 25 November, 2018, 18:19 »
Hallo Uli,

... was stimmt den daran nicht> Induktivgeberringe wurden bei BMW erst ab 86 mit DME 1.3 (Ein-Geber-Motronic)  ab Werk verbaut, vorher gab´s das gar nicht.

Hier der Impulsgeber am M30, von dem die Rede ist:

http://de.bmwfans.info/parts-catalog/E12/Europe/525-M30/browse/engine/lower_timing_case/

... da war der Servicetester angeschlossen und hat sein Drehzahlsignal (und auch OT-Signal) bekommen, separater vierpoliger runder Stecker. Für weitere zu prüfende Funktionen war eine andere Diagnosebuchse verbaut (im Sicherungskasten oder separat), da lief dann Lima, Zündung und weitere Prüfleitungen drüber.  

 Der M10 hat zwar auch eine Anschlußbuchse für den Servicetester, bekommt aber das Drehzahlsignal von der Zündspule direkt.

http://de.bmwfans.info/parts-catalog/114-Sedan/Europe/2002ti-M10/browse/engine_electrical_system/ignition_coil_spark_plug/

Hier ist die Diagnosebuchse Bestandteil des Zündkabelbaumes, das Drehzahlsignal liefert die Zündspule, separater rechteckiger sechspoliger Stecker. Hier wird auch das Signal nicht zur OT-Erkennung verwendet, das geht beim M10 nicht. Dieser muss mechanisch auf OT gestellt und überprüft werden.(Schauloch in der Getriebeglocke/Marke an Riemenscheibe.)

Dieser Servicestecker am M10 hat sich über die Modellbaureihen hinweg mehrfach geändert bis zum E28/E30 da liefen dann richtig viele Leitungen drüber aber es war niemals ein Induktivgeber verbaut.

Der Einzige M10 der einen Induktivgeber ab Werk hatte, war der S14 ... der war DME 1.3 Bosch Ein-Geber-Motronic. ( die auch eine Zwei-Geber-Motronic ist, da sie diesen Ring-Induktivgeber verwendet als Bezugsmarkengeber).

Davon abgesehen ist ein Induktivgeberring an nur einem Zündkabel nicht zur exakten Drehzahlmessung geeignet,.... würde ja nur die halbe Drehzahl messen.

Gruß Eric
« Letzte Änderung: 25 November, 2018, 18:24 von 1899 »

Offline Knaudel

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #9 am: 25 November, 2018, 18:49 »
» Hallo Knaudel,
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» an zwei Buchsen im Wagen glaube ich mal eher nicht.
» Zuerst kam recht sicher die am linken Radhaus, später dann die auf dem
» Ventildeckel in diesem Blechhalter.
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» Angeschlossen ist sicher Klemme 1, 15, 31, Dauerplus und der
» Induktivgeber.
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» Beste Grüße André

Hallo André,

Danke! Mit dem richtigen Suchbegriff finde ich jetzt sogar ich etwas!
In der Reparaturanleitung war mir der Tester ebenfalls noch nie aufgefallen.
Leider ist der Tester für meine Bastelecke zu groß...

Gruß Knaudel

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Offline JO112

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #10 am: 25 November, 2018, 23:12 »
Hallo André,
sind diese beiden Diagnosestecker gemeint (s. Bilder)> Bei meinem 1602, Bj 72 (zw. 1. und 2. Serie) sind auch beide Stecker vorhanden. Der Diagnosestecker am Sicherungskasten führt laut Stromlaufplan u.a. Parallelabgriff für Drehzahlmesser, Masse, + vom Anlasserschalter/ Zeitrelais, Dauer + etc., insgesamt sind 6 Pins belegt.




VG Karsten
« Letzte Änderung: 25 November, 2018, 23:12 von 1841 »
Viele Grüße aus Darmstadt
Karsten

Offline Ulm

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #11 am: 26 November, 2018, 07:39 »
Guten Morgen,

....also bevor hier noch mehr Halbwissen kursiert:

Wie auf dem Bild gezeigt gibt / gab es die beiden Buchsen. Die eine hat mit der anderen jedoch nichts zu tun mit der Ausnahme dass es sich in beiden Fällen um Diagnosebuchsen handelt. (Über die Belegung wurde ja schon geschrieben)

Auch hat die Induktionsspule um das Zündkabel nichts mit nachgerüsteten Einspritzanlagen, Zündungen oder irgendwelchen Induktivgebern zu tun.
Es handelt sich um die Zylinder 1 Kennung für den BMW Tester.
Meist war dazu auch noch am Hauptzündkabel eine Geberspule für das Zündsignal vorhanden, zu erkennen an der dicken Knolle am Zündkabelstecker an der Zündspule.

Ebenso nicht zu Verwechseln mit Kurbelwellenpositionsgebern für eine automatisierte Zündzeitpunkterkennung durch den BMW Tester an den 6 Zylinder Motoren.

Und auch nicht zu Verwechseln mit den Induktionsspulen am 1. Zündkabel bei den Motronic M1.1 und M1.3 der M20 und M30 Motoren im E30, E32 und E34.
Dieses diente zwar auch zur Zylinder 1 Erkennung, hier aber tatsächlich für die Einspritzanlage und nicht für den Tester.
Diese Einspritzanlagen benötigten für die sequentielle Einspritzung die Stellung des Motors, genauer gesagt zusätzlich zur Kurbelwellenposition die der Nockenwelle um zu wissen welcher Arbeitstakt an den jeweiligen Zylindern aktuell vorliegt.

Spätere Anlagen mit Einzelspulen pro Zylinder konnten dieses Signal natürlich nicht mehr abgreifen, hier waren dann Nockenwellenpositionsgeber verbaut.

Ebenso hat dies auch nichts mit Ein- oder Zweigeber Motronic zu tun, dieses bezieht sich lediglich auf den Kurbelwellenpositionsgeber, welcher bei der Eingeber Motronic funktionell mittels Inkrementenrad in den Drehzahlgeber mit integriert wurde um den zweiten Geber einzusparen. Das Inkrementenrad sitzt dann vorne an der Kurbelwelle und hat üblicherweise 60 - 2 Zähne ( 2 "Zahnlücken" ) Hierrüber kann Position und Drehzahl auf einmal erfasst werden. Über den Signalimpuls der Zähne erhält das Steuergerät die für die Zündzeitpunktberechnung erforderlichen Triggepulse. Über die Lücke die Information über die Kurbelwellenposition.

Bei den M10 Motoren gabs nie Kurbelwellenpositionsgeber. Allerdings war in der Getriebeglocke bei späten E21 und E30 ein ca. 20mm großes Loch welches wohl für das Einstecken eines Gebers gedacht war. Ich habe aber selbst am BMW Tester nie einen solchen Einsteckgeber persönlich gesehen.

Der S14 Motor hatte noch die ältere Motronic mit 2 Gebern (Drehzahl und Bezugsmarke) am Getriebe, wie sie die frühen M20 und M30 hatten.

Daher gibt es für moderne frei programmierbare Einspritzen auch keine Plug'n Play Lösung, sondern man muss sich eine Riemenscheibe für das Inkrementenrad  und Nockenwellenpositionsgeber selbst bauen, oder man spritzt simultan und verwendet eine gemeinsame Zündspule samt Verteiler.

Grüße
Martin
« Letzte Änderung: 26 November, 2018, 07:45 von 1600 »

Offline klaus02targa

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #12 am: 26 November, 2018, 19:49 »
Hallo zusammen

Das sieht dann so aus

Gruß Klaus



Ha

Offline Eric65

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #13 am: 27 November, 2018, 20:16 »
Hallo Klaus,

sieht gut aus, hatte ich ursprünglich auch vor, wurde mir aber zu eng da vorne wegen der zusätzlichen Klima mit dem Riementrieb für den Kompressor und der tii sieht da vorne auch etwas anders aus.

Hier meine Lösung im Verteiler!



hier mal zusammengebaut:





Vorteil ist, nur ein Sensor ermöglicht vollsequenziell, unsichtbar und geschützt verbaut, kein Nockenwellensensor nötig, da die Drehzahl schon vom Verteilertrieb abgenommen wird. Den Kurbelwellenwinkel errechnet sich die DME problemlos selbst.

Gruß Eric

Offline Wolfgang

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Induktivgeber Zündkabel 1
« Antwort #14 am: 29 November, 2018, 11:17 »
Hallo Eric,

schön dass Du weißt, wie es bei M30, M20 und späten M10 und S14 so war.
Die Frage geht hier aber um einen 02, also einen M10 mit Spulenzündung.

Und da ist, wie Volker und Uli schon geschrieben haben, tatsächlich bei den späten Modellen (ab 1973 wenn ich mich recht erinnere) eine Diagnosedose und ein kleiner Ringabgriff vorhanden. Das Bild, das Du zitierst:



zeigt unter Pos. 4 im ETK jetzt nur noch "Zündkabel" (Meterware), war aber früher im Papierkatalog und Mikrofilm zusätzlich noch anders belegt, da stand bei Pos. 4 zusätzlich: "Leitungssatz für Diagnosegerät". 1 354 552.
Und wenn man genau hinsieht, erkennt man den Ringabgriff im Bild ganz rechts unter der Klammer unter der "4".

Und wie rum der über dem Zündkabel sitzt ist ziemlich egal, ebenso wie auch die Abgriffe für die Zündpistole zwar eine vorgegebene Richtung haben, aber in der Regel auch "falsch herum" funktionieren. Heute braucht man das alles sowieso nicht, da es diese Tester zum Anschluss an die Diagnosesteckdose lange schon nicht mehr gibt. Und tatsächlich waren die am Tester gedacht dass der Mechaniker die Abgriffklemme nicht zusätzlich noch über das Zündkabel klemmen musste sondern nur den Stecker anstecken. In meinen Wagen sind die Diagnostesteckdosen auch immer raus geflogen. Wer es schön original haben möchte, lässt die natürlich, nur dann ist es wirklich egal wie rum der Ringabgriff angeschlossen wird.

Gruß
Wolfgang