Hi Mirko, servus Olli,
die Tiluxuhr habe ich noch nicht ausgebaut - breche ich mir ja wieder mindestens drei Finger - mit Radioausbau geht es bei den frühen Modellen ohne Schmerzen ;-) .
Im Pagodenforum kann man was über die Kienzle-Uhren nachlesen.
Unser Modell schaut geringfügig anders aus.
Ich habe die normale Zeituhr vom Flacharmaturer (90 Grad Lot - lt. Uhrmacher praktisch baugleich mit der Tilux-Variante) und Hocharmaturer (120 Grad Lot) zerlegt.
Man sieht dann links an der Spule einen Lötpunkt - gleich oberhalb der Unruh.
Beim Flacharmaturer geht davon eine kunstvoll geschwungene Verbindung zum + Pol. Beim Hocharmaturer geht am Gehäuse entlang selbiges als Kupferbahn ebenso zum + Stecker.
Wenn bei der defekten Uhr die Thermosicherung vorne am Spulenkasten ab ist, kann man das ohne weiteres anlöten (nur Lot mit 90/120 Grad Schmelzpunkt liegt nicht an jeder Ecke). Wenn die Sicherung weiter hinten in Nähe des + Pols defekt ist, müßte man die Uhr evtl. zerlegen, oder man hat einen Minilötkolben und sehr ruhige Hände. Das kann sicher nur ein Uhrmacher.
Ich nehme aber an die Lötverbindung vorne an der Spule gibt als erstes auf, da es hier am dünnsten ist.
Ich suche noch die ausgebaute Tilux-Uhr und werde da nachsehen ob die Sicherung tatsächlich durchgebrannt ist. Dauert aber ein paar Tage, aber eure Uhren stehen ja bestimmt auch schon länger (meine erst seit Freitag).
Übrigens, wenn die Uhrzeit mit dem kleinen Rädchen an der Glasscheibe schwer zu verstellen geht, dann fehlt es natürlich an der Mechanik (wie bei der Hocharmatureruhr von mir). Da nutzt ein Anlöten nichts.
Ich habe mal ein paar Bilder von der Flacharmatureruhr gemacht.


