Autor Thema: An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck  (Gelesen 11256 mal)

Offline Thomas W.

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Hallo!

Ich bräuchte mal dringend einen Rat, oder eine Idee wie ich mit meinem Problem weiterkomme.

Die Lage:

Ich habe einen neu aufgebauten Motor, mit einem alten Ölfiltergehäuse ( Purolator einsatz ) keine Patrone!.
An diesem Gehäuse wird direkt der Öldruck über eine Leitung zu einer Druckanzeige im Innenraum geleitet.

Nun das Problem: die Anzeige zeigt mir einen Leerlauf Öldruck von ca. 2 bar, unter Drehzahl steigt der Druck bis Anschlag Anzeige ( Anzeige geht bis 10 bar, anschlag dürfte so bei 12 bis 13 bar liegen )

Nun habe ich die Ölpumpe wieder ausgebaut, und das Überdruckventil nachgesehen. Augenscheinlich war alles I.O., nichts desto trotz habe ich eine neue Pumpe eingebaut.

Das Problem ist aber nicht weg....

Dann habe ich heute zusätzlich am Zylinderkopf einen VDO Öldruckgeber montiert, incl. neuem Instrument ( beides bis 10 bar ).
Nun habe ich am Zylinderkopfim Leerlauf eine Druck von etwas mehr als 1 bar, und unter Drehzahl einen Druck von 5,5 bar, was ja in etwa dem Öffnungsdruck des Überdruckventiles der Ölpumpe entspricht.

Nach meinen Physik Kenntnissen, ist doch der Druck in einem geschlossenem Ölsystem an allen Stellen gleich, oder>

Kann der druck im Block höher sein wie im Kopf> ( Lagergasse original, keine nut für die Nockenwelle )

Oder ist evt. nur die mechanische Öldruck anzeige nach 40 Jahren defekt>

Ich habe ein etwas mulmiges Gefühl, wenn tatsächlich 10 oder mehr bar durch den Motor geistern, vom Ölkühler ganz zu schweigen.

Evt, hat ja schon einmal jemand ein ähnliche Problem gehabt, und kann mir helfen!

Gruß aus Alfstedt

Thomas

P.S. ist nicht der erste Motor den ich zusammen gebaut habe.

Offline Uli Horb a.N.

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #1 am: 03 Juni, 2014, 21:47 »
War das auch bei warmem Motor>
Und wieviel lief der denn schon>
Grüße

Uli
Grüße
Uli

Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos. - Fangio

Offline Thomas W.

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #2 am: 03 Juni, 2014, 22:05 »
Hallo Uli,

ja, das ganze bei warmen Motor, und jetzt ca 600 km gefahren

Gruß Thomas

Offline bmwdriver62

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #3 am: 03 Juni, 2014, 22:11 »
Thomas
da musst du der neuen Technik vertrauen und das alte Manometer raus schmeissen. Mehr ist da nicht....
...sieht zwar nicht aus wie, ist aber einer.

BMW 02 GS-Tuning  

Have a look to my videochannel here:
www.youtube.com/user/bmwdriver62

Offline Uli Horb a.N.

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #4 am: 03 Juni, 2014, 22:27 »
Hi Dinu ich würde/werde es anderstherum machen.
Doppelmanometer, natürlich hydraulisch roter Zeiger=unten, weisser Zeiger=oben
« Letzte Änderung: 03 Juni, 2014, 22:34 von 69 »
Grüße
Uli

Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos. - Fangio

Offline Wolfgang

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #5 am: 03 Juni, 2014, 22:43 »
Hallo Thomas,

misst denn der hydraulische Druckmesser den Druck vor oder hinter dem Filtereinsatz>

Wenn vor, dann könnte ja sein, dass der Filter dicht ist.

Allerdings habe ich in solchen Fällen immer gesehen, dass dann der Öldruck "oben" am Motor abfällt, zumindest bei warmem Motor.

Zur Physik: wenn auf dem Weg des Öls vom Filterkopf zum Zylinderkopf eine Engstelle (Drossel) ist, dann kann der Druck "unten" und "oben" durchaus unterchiedlich sein.
Dann ist der Druck vor der Drossel höher als normal (weil der Volumenstrom geringer ist bei gleicher Fördermenge) und hinter der Drossel niedriger als normal (weil über die Ablaufwege weniger Volumenstrom weg muss).

Allerdings ist der Druck "oben" ja völlig OK und nicht zu niedrig. Kurios.

Kannst Du nicht beide Manometer mal mit einem T-Stück an dieselbe Mess-Stelle (oder eine andere Druckquelle) anschließen, dann kannst Du ja sehen, ob die beide gleich anzeigen.

Viel Erfolg
Wolfgang

Offline blauoli110

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #6 am: 04 Juni, 2014, 05:26 »
Guten Morgen Thomas und die Anderen,

guck mal bei IIIBAY 111352787879 da gibt es ein Set für 13,95.
Kann man immer mal gebrauchen ! Sind ein Haufen Adapter dabei.
Viele Gruesse Olli tilux


Offline Sonne67

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #7 am: 04 Juni, 2014, 06:29 »
Hi Wolfgang,

ohne Filtereinsatz schrieb der Thomas ;-)

Gruß Frank
**  BMW E10   2002         Automatik ´75 **
**  BMW E28  535i kein Automatik ´85 **
**  BMW E30  318iA Touring
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Offline Wolfgang

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #8 am: 04 Juni, 2014, 07:52 »
» ohne Filtereinsatz schrieb der Thomas ;-)

Nee, er schrieb:
» mit einem alten Ölfiltergehäuse ( Purolator einsatz ) keine Patrone!

Damit meint er, dass er die alte Ausführung mit dem Becher und einem Filtereinsatz verbaut hat und nicht die späte Ausführung mit der Filterpatrone.

Dabei gehe ich davon aus, dass er den Filterbecher mit dem Filtereinsatz und nicht leer angebaut hat.

Ich muss gestehen, dass ich da unten noch nie den Öldruck gemessen habe. Ich würde aber erwarten, dass sich der Öldruck unten nicht sehr von oben unterscheidet.

Gruß
Wolfgang

Offline Thomas W.

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #9 am: 04 Juni, 2014, 14:09 »
Hallo Wolfgang, und natürlich auch an alle anderen, die sich mit dem Problem beschäftigen!!


Der Filter ist natürlich in dem Becher eingebaut, der Anschluß für die Druckmessung ist am Becher angelötet. ( Es gab hier im Forum mal ein Bild von einem KOEPCHEN Filter, der genau diesen Anschluß am Becher hatte. Gegenüberliegend ist am Becher der Anschluß für die Öltemperatur abnahme angelötet.

Dann dürfte die Meßstelle hinter dem Filter liegen.

Ich habe schon öfter den Öldruck am Filterflansch abgenommen, wenn ich einen E30 M3 ölfilterflansch genommen habe. Da ist dann aber mit VDO instrumenten immer der gleiche Druck wie am Zylinderkopf.

Ich werde jetzt noch mal versuchen mit einer Adaption, den druck mit einer kalibrierten Meßuhr zu messen am Ölfiltergehäuse. Um mein gewissen zu beruhigen....

das der Druck nach einer Engstelle abweichen kann , o.k. aber hier ist der Unterschied ja ca. das dreifache......

Wenn ich die Lösung habe, dann werde ich euch darüber informieren.

Gruß Thomas

Offline Wolfgang _ B

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #10 am: 04 Juni, 2014, 14:40 »
Hallo,

hier die Bilder, hatte nie Probleme, Öldruck - Becher zu ZK oben weicht um max. 0,5 bar ( 5 bar Anzeige ) ab, ist natürlich abhängig von Temperatur und  fertigungsbedingter Toleranzen   der Sensoren und den Anzeigegeräten.

Freundlicher Gruss
Wolfgang _ B

  ~~suum cuique ~~

Offline stephan

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #11 am: 05 Juni, 2014, 17:12 »
moin thomas,
ich geh mal davon aus das du eine feste leitung zur mechanischen öldruck anzeige hast.
was füe ein gewinde hast du am filter abschluss um einfach mal ein t stück zu setzen mit einem normalen druckmanometer aus dem hydraulikbereich , das könnte ich dir leihweise rüberschicken ,dann weisst du genau wieviel druck du hast und ob dein mano spinnt!
gruss stephan;-)
DAS LEBEN IST ZU HART UM NICHT SEINE WÜNSCHE UND IDEEN ZU VERWIRKLICHEN !!!

Offline Thomas W.

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #12 am: 05 Juni, 2014, 20:53 »
Hallo Stephan,

habe ich heute gemacht, und das geeichte Druckmanometer von meinem Betrieb, hat mir satte 20 bar druck angezeigt.
Die druckuhr im Auto ging ja "nur" bis 13 bar.

Aber ich habe den Fehler gefunden, es lag am Ölfilterflansch, der mir dem Motorblock nicht zusammen passte.
Die Flansche am Block, an denen der Ölfilterflansch geschraubt wird, gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.
Einmal mit zwei Bohrungen, und einmal mit einer Bohrung und einer Ovalen Öffnung. ( Ich werde mal ein paar Bilder machen, und sie dann hier vorstellen )

Nun war dieser Adapter für den Ölkühler, für die frühere Version mit der ovalen Öffnung. An dem Motor, der nur die beiden Bohrungen hat, hat dann das gehäuse mit dem Überdruckventil die rücklaufbohrung zum Block hin verdeckt, bzw. verschlossen.
Somit konnte der Druck zwar in das ölfiltergehäuse, und in den Ölkühler, aber nicht wieder zurück. Da habe ich dann so zusagen einen "Staudruck" gemessen.

Nun habe ich einen E30 M3 flansch genommen, und siehe da, der Druck am manometer ist in Ordnung.

das der Ölkühler das ausgehalten hat.......:surprised:

Das die Flansche am Motor unterschiedlich sind hatte ich bis heute nicht gewußt, aber man lernt ja nie aus!!!!

Schöne Grüße aus Alfstedt

Thomas

Offline Walter2000

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #13 am: 06 Juni, 2014, 00:45 »
Hallo Thomas,

schau mal hier
Gruß
Walter

Offline Wolfgang

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An die Schrauber / Öldruckproblem / zu hoher Öldruck
« Antwort #14 am: 06 Juni, 2014, 08:51 »
Hallo Thomas,

gut, dass Du es gefunden hast und noch besser, dass Du der Sache auch auf den Grund gegangen bist, das hätte ja böse ausgehen können....

» das der Ölkühler das ausgehalten hat.......:surprised:

Das überrascht mich auch.
Glück gehabt!

» Das die Flansche am Motor unterschiedlich sind hatte ich bis heute nicht
» gewußt, aber man lernt ja nie aus!!!!

Auch ich hab wieder was gelernt. Dass es unterschiedliche Flansche gibt, OK, wie auch Walter schreibt, klar. Auch dass es etwas unterschiedliche Lochbilder am Block bzw. Ölfilterflansch gibt, war mir schon aufgefallen. Dass es aber bei unglücklicher Kombination der Ölkanal fast verschlossen wird, ist mir neu.

Etwas wundert mich noch, dass das Überdruckventil an der Ölpumpe es zulässt, dass so ein hoher Druck entsteht...

Gruß nach Alfstedt,
Wolfgang