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Kupplungsnehmerzylinder 1502 in 2000 (Allgemeines)

Eric65 @, Dingolfing, Tuesday, 16.07.2019, 09:31 (vor 124 Tagen) @ siegal

Hallo Sigi,

... tausche halt einfach beide Zylinder aus!:-) und am besten auch gleich noch die Rohr- u. Schlauchleitung.

Die Aussage von W&N, dass demnächst der andere Zylinder den Geist aufgibt ist nicht ganz unbegründet. Erstens sind die Teile gleich alt, also wenn eine Gummidichtung porös geworden ist, ist´s die im anderen Zylinder auch. Zweitens, das sind bearbeitet Stahlgusszylinder, wenn einer Korrossion abbekommen hat, liegt es an hygroskopisch gewordener Bremsflüssigkeit und dann ist die "Feuchte" auch im gegenüber liegenden Zylinder. Folglich auch der Rost. Dadurch, dass das System zum Zylindertausch entleert werden muss, kommt kurzfristig Luft ins System. Luftsauerstoff + Wasser in der Bremsflüssigkeit = Rostbildung auf der Zylinderlaufbahn. Das geht sehr schnell..., einmal mit einer alten, porösen Gummidichtung darüber gerutscht und die feine Gummidichtlippe ist futsch!

Das Versagen von Geber- o. Nehmerzylindern ist altersbedingt oder ein Wartungsmangel. Die Bremsflüssigkeit wird oft regelmäßig gewechselt, die Bremse beim Entlüften gespült und die Kupplungshydraulik regelmäßig "vergessen". Verwendet man noch alte DOT 3 oder 4, sollte man spätestens alle 2 Jahre komplett das Fluid wechseln. Oft hält man aus Originalitätsgründen an der alten DOT Flüssigkeit fest, das ist hier aber nicht so wie beim Motorenöl... da sollte man die vom Hersteller festgelegte Viskosität beibehalten. Bei Bremsflüssigkeit wechsle ich immer auf DOT 5.1, das hat den höchsten Siedepunkt, ist 100% kompatibel, zersetzt keine alten Dichtungen und ist vor allem nicht hygroskopisch!

... nur so ein Tipp von mir.

Gruß Eric


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