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Durchmesser Lüfterflügel, 36 o. 40 cm ? (Antrieb (Motor,Vergaser,Auspuff))

Eric65 @, Dingolfing, Wednesday, 13.05.2020, 11:24 (vor 135 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo zusammen,

... nun mal ein kurzes update und das Ergebnis, was das so alles bringt...

Der Kühler ist mit der originalen 02-Zarge versehen und am Wasserpumpenriemenrad ist der starre 36cm Lüfterflügel verbaut.


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Damit findet schon eine gezielte Bündelung des Luftstromes durch den/die Kühler statt. Um die übermäßige Erhitzung der Ansaugluft zu verhindern, bei 25 Grad Außentemperatur wurden 65 Grad Lufttemperatur!! im Saugrohr gemessen, ist nun die vordere Luftansaugung des Triebwerks verlegt. Ein dicker Luftschlauch verbindet den vorderen, umgearbeiteten Lufi-Schnorchel mit dem Blechrohr für die Luftansaugung der Vergasermodelle in der Frontwand.

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Um eine komplette Durchströmung des Motorraumes zu erreichen und keine "Umströmung" oder "Durchwirbelung" zu bekommen, ist der Unterboden unter dem Motor mit einer Unterverkleidung verschlossen. Ein glatter Unterboden ist natürlich auch aerodynamisch von Vorteil, dass das aber soviel bringt, hätte ich nicht erwartet.

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So und was bringt das nun? ... ist schließlich ein enormer Aufwand und eine beträchtliche Abweichung vom Serienzustand:

Die ersten Autobahnfahrten mit Vollgas, Höchstgeschwindigkeit und Motordrehzahlen nur bis max. 6300 U/min sind derart positiv ausgefallen, das ich euch das nicht vorenthalten möcht.
Bei 21 Grad Außentemperatur erreichte die maximale Ansauglufttemperatur auch bei Vollgas nur max. 36 Grad (online) im Saugrohr gemessen. Dazu tut sich das Triebwerk auch wesentlich leichter aus einem Bereich mit minimalem Überdruck anzusaugen, als direkt aus dem heißen Motorraum. Ein weiterer positiver Nebeneffekt, die Öltemperatur stieg auch bei Vollgas über 10 km hinweg nur auf max. 100 Grad, um danach wieder auf 80 Grad zu fallen, Kühlmitteltemperatur steigt auch nur bis oberes Drittel und bleibt absolut stabil.
Wenn man die Motorhaube öffnet, kommt einem kein Schwall heißer Luft entgegen, alle Teile der Luftansaugung, selbst das metallene Saugrohr sind nur handwarm. Auch die Zylinderkopfhaube kann noch berührt werden...

... und die Fahrleistungen?

Zuvor war mit überhitzter Ansaugluft ein Fahren im 5ten Gang mit Höchstgeschwindigkeit nicht mehr möglich. Der Leistungseinbruch war derartig enorm, das nur noch 140 bis 150 km/h erreicht wurden, ein weiteres Beschleunigen auf Vmax illusorisch.
Jetzt kann mit Ausdrehen des 4ten Ganges (1:1, i=3,64) mit 6200 U/min problemlos die 200er Marke übersprungen werden und das Triebwerk will weiter drehen...
Schaltet man in den 5.ten, so fällt die Drehzahl ab, Vmax wird nicht gehalten und bei 195 km/h pegelt sich das ein. Das ist auch das Tempo, das mit dem aktivierten Tempomaten gehalten werden kann.

Was nun mit wieviel zu diesem beachtlichen Ergebnis beigetragen hat, kann ich nicht sagen, aber das Gesamtpaket, Luftanaugung, Unterbodenverkleidung, Radhausschalen und relativ schmale Bereifung (185/70 VR13) ist überzeugend.

Vielleicht sollte man der Aerodynamik am 02 etwas mehr Beachtung schenken, als nur der puren Leistungssteigerung des Triebwerks, denn mehr als 130 PS hat Vera´s Herz bestimmt nicht und die Komfortextras, Klima & Co bringen auch Gewicht und kosten Leistung.

... obige Daten übrigens alle mit aktiver Klima! :-D

Bleibt gesund!

Gruß Eric


P.S.: Das Thema Aerodynamik und Unterbodenverkleidung werde ich weiter verfolgen, dezente Radspoiler sind in Planung, auch am Heck-Unterboden wird sich etwas ändern, da ist noch ordentlich Potenzial, bevor die nächste Ausbaustufe "Motor M10 2.4" gestartet wird.


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