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Holzlenkrad (Allgemeines)

JoachimG. ⌂ @, Saturday, 26.09.2020, 13:11 (vor 25 Tagen) @ Uli Horb a.N.

Hallo,

eine Eintragung brauchte man für (Sonder)lenkräder zu jeder Zeit.

Das hat der TÜV in den 60ern gemacht oder eben auch nicht, ganz nach Lust und Laune der Herren Ingenieure... erstens war die Rechtslage damals noch nicht ganz klar und Gutachten für Lenkräder gab's nicht zu der Zeit.

Serienlenkräder egal ob Holz - oder Leder waren immer mittels der Fahrzeug ABE abgedeckt und somit unstrittig legal.

Das hat sich Anfang der 70er Jahre grundlegend geändert als die Zubehör - und Tuningindustrie so richtig Fahrt aufnahm, da meinte man dann seitens des Gesetzgebers einschreiten zu müssen weil das ganze in deren Augen die Sicherheit im Verkehr beeinflusste.

So hat man dann Anfang der 70er Jahre die "Führerhausrichtlinie" novelliert die einen höhreren Insassenschutz bringen sollte.

Im Zuge dessen hat man für eine legale Verwendung von Zubehörlenkrädern verformbare Naben verpflichtend vorgeschrieben und Hersteller bzw. Importeure mussten anfangs durch Gutachten (später ABEs) die Vorschriftsmäßigkeit ihrer Produkte nachweisen.

Die frühesten deutschen Papiere (Gutachten) für ein Zubehörlenkrad die ich gesehen habe waren übrigens für ein "PRESIDENT" Lenkrad aus 1972, Hersteller war die Fa. Supersprint !!

Trotz alledem kann jeder TÜV-Ingenieur (Vollgutachter) auch heute noch ein nachweislich aus 1968 stammendes Lenkrad in ein ähnlich altes Fz. eintragen, wenn er denn will... und ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen dass sich die Rennleitung bei einer Kontrolle an einem alten MOMO oder sonstwas Lenkrad in einem Oldtimer hochzieht, es könnte ja Werkszubehör sein :-D

Gruß, Joachim


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