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Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage (Allgemeines)

NK1965 @, Sunday, 05.04.2020, 19:43 (vor 56 Tagen)

Hallo miteinander,

inzwischen habe ich meine Scheinwerfergehäuse von Hella strahlen und neu verzinken lassen, meine Hella-Reflektoren neu verspiegeln lassen und auch erste NOS-Exemplare an sehr frühen Dichtungen (mit Dichtlippe) und Streuscheiben (gewölbte Gläser) erhalten, so dass ich heute meinen ersten Satz Scheinwerfer zusammen bauen konnte.

Nun muss ich die Scheinwerfer-Experten unter Euch aber doch nochmals etwas fragen:

Diese sehr frühen Dichtungen sitzen für mein Gefühl doch vergleichbar "locker" in den Gehäusen. Die Dichtlippe im Inneren des Scheinwerfertopfes geht gerade so eben über dessen Falz. Wenn ich von Ihnen dagegen drücke, bekomme ich Glas und Dichtung problemlos wieder raus.

Ich habe ein wenig Sorge, ob das im späteren "Einsatz" auf der Straße so "dicht" und "fest" genug wäre.

Bei der Demontage fiel mir außerdem auf, dass zwischen Falz und Nut bei fast jedem Topf eine rote klebrige Pampe - ähnlich einer flüssigen Schraubensicherung - geschmiert war. Ich hielt das zunächst für nachträglichen Murks von wem auch immer. Nun beginne ich mich aber zu fragen, ob das nicht vielleicht sogar "ab Werk" und sinnvoll/notwendig war.

Weiß einer von Euch mehr?

Ich hänge Euch mal Bilder an, wo Ihr seht, wie mein Topf nach der Montage von Dichtung und Glas nunmehr außen wie innen aussieht.

Viele Grüße Micha[image][image][image]

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Eric65 @, Dingolfing, Sunday, 05.04.2020, 20:59 (vor 56 Tagen) @ NK1965

Hallo Micha,

... könnte es sein, dass da noch ein Zierring fehlt? Meine Hella H4 hatten dies, auch der ETK (Teil 12) weist hier einen Zierring aus. Bei mir waren die allerdings schwarz ..., keine Chromringe wie bei späteren Typen.

http://de.bmwfans.info/parts-catalog/114-Sedan/Europe/2002-M10/browse/lighting/headlight/

Meine Scheinwerfergehäuse und die Ringe sind auch neu galvanisch verzinkt und damit man das Zink hinter den Grillen nicht so durchschimmern sieht auch noch schwarz KTL.

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Aber wenn sich André meldet, der kann da Licht ins dunkel bringen, der arbeitet die reihenweise wieder auf, ... ich hab gerade mal zwei Satz fertig. :-D

Bleibt gesund!

Gruß Eric

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

volkert ⌂ @, fast in hamburch, Sunday, 05.04.2020, 22:21 (vor 56 Tagen) @ Eric65

Moin,

die schwarzen Ringe um die Scheinwerfer gehören eigentlich zu den späten Modellen mit den schwarzen Plastikgrill, danach gab es keine anderen Modelle mehr mit einem Chromring.
Bei den Modellen mit Chromgrill gab es keinen Ring um den Scheinwerfer.

Um noch mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen würde ich sagen, das Ganze ist noch nicht richtig zusammen gebaut.

Gruß,

Volkert

--
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...Egal welches Herz, Spaß machen sie alle... ;)

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Eric65 @, Dingolfing, Sunday, 05.04.2020, 23:39 (vor 56 Tagen) @ volkert
bearbeitet von Eric65, Sunday, 05.04.2020, 23:51

Hallo Volker,

... Scheinwerferringe nur bei den späten Modellen mit Plastikgrill ? ... bist du dir da sicher?

Ich habe einen Satz Hella H4 aus einem 71er 2002 Serie 1 mit Chromgrill geborgen und aufgearbeitet, die hatten ein blau verzinktes Gehäuse und schwarz lackierte Zierringe. Die waren aber bestimmt nicht nachgerüstet, innen war noch das Etikett/Aufkleber von Hella drin mit Produktionsdatum 11/70. Allerdings weist der ETK den Zierring auch erst ab Aug. 73 aus. Merkwürdig?... Jemand wohl einen alten Reflektor in ein moderneres Gehäuse gebaut?

... Shit, da habe ich kein richtiges Bildchen, nur das hier vom Anpassen des Trägerblechs Scheinwerfer und vom Ziergitter Grill. Aber hier sind die Hellas noch nicht aufgearbeitet, innen das Etikett zu sehen und den Scheinwerferring kann man auch erkennen...

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... beweist zumindest, dass da viel untereinander kompatibel ist.

Bleibt gesund!

Gruß Eric

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

NK1965 @, Monday, 06.04.2020, 00:07 (vor 56 Tagen) @ Eric65

Hallo Eric,
hallo Volkert,

danke für Eure Beiträge.

Es geht in meinem aktuellen Post und den Fotos allerdings um ganz frühe Scheinwerfer und die für eine NK. Der Post schließt an diesen meinen früheren Post an:

https://forum.bmw-02-club.de/index.php?id=181246

Ich habe die richtige Dichtung und die richtigen Streuscheiben für einen ganz frühen Scheinwerfer. Richtig zusammengebaut sind die Teile meines Erachtens auch. So sah der Scheinwerfer mit dieser Dichtung jedenfalls auch schon vor Demontage aus.

Ich frage mich nur noch, warum die Streuscheibe nicht allzu fest/stramm sitzt und ob die betreffende - frühe - Dichtung deshalb wohl besser mit Dichtmaterial eingesetzt wird. Dies vor allem, um den Scheinwerfer von vorn 100%ig wasserdicht zu bekommen. Oder man das durchaus guten Gewissens so lassen kann, denn so locker, dass die Streuscheibe beim Fahren Gefahr liefe, einfach rauszufallen, sitzt sie bei alledem natürlich nicht.

Gruß Micha

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Eric65 @, Dingolfing, Monday, 06.04.2020, 00:21 (vor 55 Tagen) @ NK1965

Hallo Micha,

... könnte es sein, dass der Gehäuseblechfalz um die Dichtung herum noch "eingerollt" werden soll/kann/muss um den nötigen Druck auf die Dichtung aufzubauen? ... da ja kein Zierring drauf gehört?

Ich musste das bei der Demontage der Streuscheiben und der alten Dichtung bei mir etwas aufweiten und zum Aufsetzen der Zierringe wieder etwas zusammendrücken.
Da mir das "original" so vor kam, weis ich nun, dass auch spätere Hellas mit Zierring unter Chromgrills problemlos passen.... :-D

Gruß Eric

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

NK1965 @, Monday, 06.04.2020, 00:57 (vor 55 Tagen) @ Eric65

Hallo Eric,

bei der verbauten Dichtung ist es so, dass wenn ich die noch ein wenig tiefer ins Gehäuse zu drücken versuche, die innenliegende und über den Falz knapp drüber gehende Gummilippe sich im Gegenteil vom Falz weg nach innen schiebt. Das Ganze wird dann nicht fester, sondern eher lockerer.

Wo der Außenrand des Topfes - an wenigen Stellen - leicht verbogen/nach außen gebogen war, hatte ich ihn nach dem Einsetzen von Streuscheibe und Dichtung durch vorsichtige Hammerschlägen auch schon jeweils an die letztere angelegt.

An der Dichtung ist vorne außen auch so eine kleine Erhebung, bevor dann die überhängende Lippe beginnt, die höhenmäßig genau mit dem Topf abschließt. Von daher denke ich, dass das aktuell alles schon richtig montiert ist.

Es bleibt jedoch mein Eindruck, dass die Scheibe nicht wirklich "stramm" und absolut "fest" im Gehäuse sitzt. Sie lässt sich im Topf zwar nicht mehr verdrehen, drücke ich jedoch von innen, bekomme ich sie ohne größere Anstrengung und Probleme ganz einfach wieder aus dem Topf.

Ich hatte im Zuge meiner Aufarbeitung nun ja einige Alt-Scheinwerfer demontiert. Die mit diesen Dichtungen früher/erster Machart gingen allesamt relativ schlecht auseinander, eben weil die Dichtungen verklebt waren.

Die mit den Dichtungen späterer/zweiter Machart wiesen keinerlei Verklebung auf, gingen jedoch genauso schlecht raus. Tatsächlich saßen die Streuscheiben in diesen Dichtungen so fest, dass mir bei einer der ersten Demontagen eine Streuscheibe zerbrochen ist. Bei den nachfolgenden schnitt ich dann lieber, wenn ich ohne extrem hohen Druck nicht weiterkam, die (ohnehin steinharte und nicht mehr wiederverwendbare) Dichtung auf. Ich weiß allerdings nicht, ob diese schwierige Demontage ihre Ursache gerade in den alten und steinharten Dichtungen hatte. Vielleicht lässt sich diese spätere/zweite Dichtungsvariante, wenn sie neu und weich wäre, ja genauso einfach demontieren wie die frühe, auf meinen Fotos abgebildete Variante.

Gruß Micha

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Walter2000 @, LOHMAR, Monday, 06.04.2020, 07:41 (vor 55 Tagen) @ Eric65

Moin zusammen,

dabei ist das mit dem Zierring ganz einfach:

Man schaut in den ETK / HTK

Ab 8/73 kamen die schwarzen Zierringe, also mit dem schwarzen Plastikgrill.

--
Gruß
Walter
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Wer driften kann, braucht kein Kurvenlicht!!

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

NK1965 @, Monday, 06.04.2020, 13:15 (vor 55 Tagen) @ Walter2000

Hallo Walter

und ja.

Durch den Einwurf von Eric bezüglich der Zierringe ist meine Ausgangsfrage im Moment allerdings nach wie vor unbeantwortet - habe ich meine Gehäuse so wirklich richtig und vor allem auch zureichend montiert?

Viele Grüße
Micha

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Wolfgang @, Ahrweiler, Monday, 06.04.2020, 14:30 (vor 55 Tagen) @ NK1965

Hallo,

selber habe ich die lange nicht auseinander gehabt. Sicher bin ich mir aber, dass die Ringe erst mit den Plastik-Grills kamen. Mit Ring passen übrigens die Chromgrills nicht mehr richtig drüber.

Wenn Du vorher beim Zerlegen schon festgestellt hast (wie auch André im andere Thread geschrieben hat), dass da ein Stück Lippe außen über den Topf hinaus ragt, dann ist das im Prinzip offenbar schon richtig.

Wenn da vorher eine Pampe drunter war, dann ist es naheliegend, auch wieder irgend etwas zum Dichten/Sichern zu verwenden. Das kann zB Dirko sein oder etwas wie Scheibenkleber oder Kleber wie Pattex oder so. Dann fällt das Glas nachher nicht mehr raus. Schraubensicherungsmittel funktioniert nicht, weil die nur bei Metall auf Metall funktioniert.

Faul und pragmatisch wie ich bin würde ich Dirko nehmen. Das ist praktischerweise auch hell und "unsichtbar" an der Stelle.

Gruß
Wolfgang

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

CAndreas ⌂ @, Herrsching am Ammersee, Monday, 06.04.2020, 18:54 (vor 55 Tagen) @ Wolfgang

Also sozusagen "Flüssigprofil"?
Ist das nicht etwas sehr kreativ?

Andreas

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Migo, Tuesday, 07.04.2020, 12:50 (vor 54 Tagen) @ CAndreas

Hallo Micha,
Kann es vielleicht sein das die verkehrt herum eingesetzt werden muss.
Vielleicht war dein vorgefunden er ist Zustand schon verkehrt.
Das die jetzt nach aussen überstehende
Lippe viel innen den Bord abdecken soll.
Der Lampentopf ist ja 2 Teilig,vielleicht gegen Feuchtigkeit zu schützen.
Das Glas muss fest sein,und nachträglich einkleben macht Fertigungstechnisch auch
Für damalige Verhältnisse keinen Sinn.
Mfg Migo
Versuchs Mal

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

NK1965 @, Tuesday, 07.04.2020, 14:14 (vor 54 Tagen) @ Migo

Hallo Migo,

danke für Deine Gedanken, jedoch ist diese frühe Dichtung so - mit der überstehenden Lippe - korrekt. Ich hatte für die Überholung mehrere alten Scheinwerfer demontiert, wo das jeweils genauso so montiert war.


Man kann die Dichtung auch gar nicht umgedreht montieren. Nach vorne hin ist die große/tiefe Nut, in die das Glas muss, und nach hinten die sehr viel kleinere Nut, die über den Haltefalz im Topf muss.


Das Problem ist eben nur, dass die Lippe an der sehr viel kleineren Nut diesen Haltefalz kaum überdeckt, schätzungsweise nur 2mm. Deshalb und weil es keine steinharte Dichtung ist, lassen sich nach erfolgter Montage Dichtung und Glas von innen auch relativ leicht wieder rausdrücken. Für mein Gefühl - wegen der geringen Überdeckung - so leicht, dass eben das ungute Gefühl bleibt, dass alles nicht genug fixiert sein könnte.

Regelrecht "locker" ist das Glas bei alledem aber nicht. Ich hatte ja geschrieben, dass es sich im eingebauten Zustand z.B. auch nicht mehr verdrehen lässt.

Gruß Micha

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

André @, Ammersbek, Tuesday, 07.04.2020, 23:15 (vor 54 Tagen) @ NK1965

Hallo Michael,

ich habe Dir ein paar Bilder zum Vergleich gemacht.
Auch Hella, logisch.
Unberührtes Original, auch mit der vorstehenden Lippe die zum Alugrill hin "aufnimmt" bzw. abdichtet.
Ein früher Bilux Scheinwerfer, mit dem gewölbten Glas und identischer Aufhängung des Reflektors im Vergleich zur H4 Variante. Ich vermisse bei Deinem Glas irgendwie den H4 Schriftzug......

Drei Themen vorab:
Die schwarzen Zierringe können erst zu den Kunststoffgrillen gekommen sein. Insofern gab es diese Variante bei der NK nie.
Diese Ringe sind zwischen Bosch und Hella auch unterschiedlich ausgeführt, passen untereinander nicht. Später gefertigte Scheinwerfer haben aber immer die kleinen Warzen im Gehäuse um diese Ringe aufzunehmen, egal ob Bosch oder Hella und auch egal ob sie für 1.+2. Serie oder eben für die 3. Serie dann mit den Ringen verkauft werden/wurden.
Nur wirklich frühe Scheinwerfer/ bzw. deren Gehäuse haben das nicht. Was ja logisch ist, die Version mit den Zierringen war weder angedacht noch in Planung.

Diese Dichtungen lassen sich nicht falsch herum einbauen.
Wie auch? Große Nut ist für das Glas, kleine Nut für den Steg im Gehäuse, Glas sitzt über dem Steg, damit ergibt sich auch schon alles.
Deine Dichtung zeigt sehr schön die Lippe als Übergang zum Grill und auch innen die Lippe als "leichten" Sichtschutz und Übergang zum Reflektor.
Exakt diese Dichtung gehört zu den Alugrillen.
Es geht aber auch mit den späteren Dichtungen ohne die vorstehende Lippe.
Das wurde in der Serie ohnehin mal vereinfacht.

Bei Bosch Scheinwerfern finde ich innen unter der Lippe zum Gehäuse und auch noch daneben eigentlich immer braune bis gelbliche Klebereste. Diese Gläser wurden mit der Dichtung sehr sicher mit Patex (Teroson 2444, BMW Profilgummkleber) im Gehäuse gesichert.
Das habe ich anfänglich ein paar mal nachgestellt, ist aber extrem nervig.
Bei den Hella Scheinwerfern habe ich das bisher noch nicht so gesehen, eher etwas völlig anderes, deutlich heller, aber auch nicht immer.

Inzwischen löse ich das für mich aber anders.
Ich lege mit Sika 221i in grau eine Dichtnaht unten in die Kehle zwischen Gehäuse und Dichtung, streiche das schön glatt und lasse es einen Tag stehen, dann den Reflektor hinterher. Es hält alles ein seinem Platz, dichtet ab und ist von außen nicht zu sehen.

Das mag nicht original sein, ist aber effizient und relativ einfach.
Zudem sind diese Scheinwerfer durchgängig 45-55 Jahre alt und müssen nach dem revidieren in unserem Leben bestimmt nicht erneut zerlegt werden.

Vergleiche mal die Bilder, das passt schon bei Dir.
Aber so 1mm tiefer die Dichtung wäre noch schöner........ wird aber vermutlich nicht gehen.

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Viel Erfolg und bleibe gesund!

Beste Grüße André

--
"Leidenschaft hat kein Verfallsdatum"
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Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

ralfaauswes @, Voerde-Friedrichsfeld, Wednesday, 08.04.2020, 10:52 (vor 53 Tagen) @ NK1965

Hallo Micha,

mir ist folgendes aufgefallen:
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der "Falzrand" oranger Pfeil,
müsste über die Dichtungabsatz roter Pfeil

damit der umgefalzte Rahmen dann dort schwarzer Pfeil,
das ganze hält,

schau Dir das mal am Bild vom André an...

Grüße
Ralf

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

juru @, Garmisch-Partenkirchen, Wednesday, 08.04.2020, 20:13 (vor 53 Tagen) @ ralfaauswes

Micha,
ich bin mir fast sicher, dass die Dichtung zu hoch ist und das ganze tiefer rein muss.
Als ich damals meine (allerdings mit schwarzen Ring) nach der Überarbeitung wieder zusammengebaut hatte, habe ich zuerst den Kragen des Gehäuses mit leichten Hammerschlägen aufgeweitet, das Glas mit Dichtung und Silikonspray eingedrückt und danach mit gefühlvollen Hammerschlägen den Kragen des Gehäuses Richtung Glas verkleinert.
Vielleicht muss die Dichtung tiefer bevor du das Glas versuchts einzudrücken.[image]
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Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

NK1965 @, Wednesday, 08.04.2020, 21:45 (vor 53 Tagen) @ juru

Hallo Jungs,

ich sage zunächst Dir, André, herzlich Dank für Deine ausführliche Beschreibung.

Auch Dank an alle anderen.

Du - sowie Ralf und Juru - seht es im Grunde wie ich: Würde ich 1-2 mm tiefer kommen, wäre es nochmals besser. Das komme ich aber leider nicht. Ich konnte die Dichtung - bevor ich den Falz des Gehäuses mit leichten Hammerschlägen angelegt hatte - zwar noch ein wenig tiefer drücken, aber dann quetsche ich die Dichtung so, dass sich die Innenlippe tatsächlich einzieht und damit vom Haltefalz zurückzieht. Dann bin ich zwar insgesamt tiefer, aber tatsächlich im Glas erstmals leicht "locker".

Nachdem Du, André, mir im Prinzip die richtige Montage bestätigt hast, denke ich, ich habe wahrscheinlich ein innerhalb der Fertigungstoleranzen "hohes" Dichtungsexemplar erwischt oder "niedrige" Lampentöpfe oder sogar beides.

Einfach rausfallen beim Fahren wird das Glas meines Erachtens nicht. Und zusätzlich abdichten werde ich es nun nach der Methode von Dir, André, die ja im Prinzip auch Wolfgang schon vorgeschlagen hat.

Also nochmals Danke für Euer aller Beteiligung.

Viele Grüße Micha

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Eric65 @, Dingolfing, Friday, 10.04.2020, 11:14 (vor 51 Tagen) @ NK1965

Hallo Micha,

scheint so, dass das als Reparaturlösung tatsächlich eingeklebt werden muss/soll, um das ausreichend zu befestigen. Ab Hersteller sieht mir das wie ein sog. "Rollbördel" aus, d.h. der ganze Scheinwerfer wurde montiert in eine Maschine eingelegt, in der der Scheinwerfer langsam rotierte und mehrere Profilrollen den Falz absolut parallel im Durchmesser "zusammengerollt" und verkleinert haben, womit die Dichtung stramm und ohne Verformung im Gehäuse saß.
Beim "do it yourself" wird diese Rollverpressung beim Öffnen (Demontage) wie auch beim Zusammenbau durch Auf- u. Zubiegen leicht konisch, was den strammen Sitz der Dichtung beeinflußt und die Dichtlippe verschieben kann.

Also kleb die Dinger ein,... ein paar Aspiranten für den Kleber wurden ja schon genannt. Die Scheinwerfer mit Zierring haben ein ähnliches Problem,... der Zierring läßt sich oft nur noch sehr schwer aufsetzen...

Andere Frage...?, möchtest du noch weitere Optimierungen am Scheinwerfersystem vornehmen? Reflektoren hast du schon neu verspiegelt...

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Ich habe z.B. die Blendkappen glanzvernickelt, ab Werk waren die mal aus Zinkblech gefertigt ...

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... in Kombination mit einem modernerem, leistungsstärkeren Leuchtmittel ergibt das schon eine ganz respektable Lichtausbeute für einen 7" Scheinwerfer.

Wenn man noch das Bordnetz optimiert, eigener, abgesicherter Lichtstromkreis mit kurzen Leitungen und Relais im Motorraum statt den Lichtstrom über Zündschloß, Lichtschalter, Lenkstockschalter, Sicherungskasten und dann erst zu den Scheinwerfern laufen läßt, ergibt das eine zusätzliche Verbesserung.

Ich habe auch noch die Bordnetzspannung auf bis zu 14,7 V erhöht durch Verwendung einer AGM-Batterie mit angepasstem Laderegler, ... ich kann dazu nur eines sagen:

... und es sprach der Herr: "... es werde Licht!"

bleibt gesund!

Gruß Eric

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

NK1965 @, Friday, 10.04.2020, 19:49 (vor 51 Tagen) @ Eric65

Hallo Eric,

mit der von Dir angesprochenen Rollbördelung dürftest Du wahrscheinlich richtig liegen. Ich habe mich beim Demontieren schon gefragt, ob die bei der Produktion tatsächlich einen leibhaftigen Menschen Dichtung um Dichtung mit dem Glas reinfummeln lassen haben. Selbst wenn dieser Mensch über kurz oder lang eine unglaubliche Routine entwickelt haben dürfte, dauert das Fummeln ja eigentlich zu lang.

Deine Tipps zur Verbesserung der Lichtausbeute finde ich ebenfalls interessant. Vor allem dem Tipp mit dem Glanzvernickeln der Blendkappen, denn der lässt sich ja ganz einfach umsetzen und die Kappen müssen zum Verspiegeln der Reflektoren ja ohnehin temporär ab. Die Scheinwerfer, die ich gerade aufarbeite, sollen allerdings 100%ig original und "puristisch" werden, deshalb auch diese "frühen" Dichtungen, gewölbte Gläser und die "nur" Bilux-Reflektoren.

Ich wünsche Euch nun auch allen ein schönes Osterfest!

Gruß Micha

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Wolfgang @, Ahrweiler, Sunday, 12.04.2020, 12:03 (vor 49 Tagen) @ Eric65

Ich habe auch noch die Bordnetzspannung auf bis zu 14,7 V erhöht durch Verwendung einer AGM-Batterie mit angepasstem Laderegler, ... ich kann dazu nur eines sagen:

...was sehr auf die Lebenserwartung der Leuchtmittel gehen dürfte.

Gruß
Wolfgang

Scheinwerferdichtung - Zusatzfrage

Eric65 @, Dingolfing, Sunday, 12.04.2020, 17:32 (vor 49 Tagen) @ Wolfgang

Hallo Wolfgang,

NEIN, das hat auf ein modernes, angepasstes Leuchtmittel keinen Einfluß auf die Lebensdauer. Ich verwende "OSRAM Nightbreaker", die sind speziell dafür ausgelegt.

... ansonsten hätten alle aktuellen Fahrzeuge mit "Start-Stop-Technik" ein Problem..., die haben ein verstärktes Bordnetz, AGM-Batterie mit bis zu 14,7 V Bordnetzspannung. Das ist natürlich nur die Leerlaufspannung, voll geladen, unter Last geht das auf 13,7 V zurück, immer noch genug.

Ein antikes "Bilux" Birnchen, da hast du Recht, übersteht das nicht sehr lange. :-D

Aber es ist beeindruckend, welche Reserven in der alten Technik noch steckt, wenn man ihr ein modernes upgrade verpasst. Meine aufgearbeiteten 7" Scheinwerfer im 02 sind den DE-Scheinwerfern in E30/E32/E34 überlegen, man glaubt es kaum...

Bleibt gesund!

Gruß Eric

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